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Programmbereiche
Private Akteure im transnationalen Raum

Im Rahmen des bisherigen Forschungsprogramms „Antinomien des demokratischen Friedens“ wurde im Programmbereich III der Zusammenhang zwischen Demokratisierung und dem innergesellschaftlichen Frieden untersucht. Diese Fragestellung ist nun im neuen Programmbereich IV angesiedelt, auf dessen Webseite auch die laufenden und bereits abgeschlossenen Forschungsprojekte dazu dokumentiert sind.  

 

Mit dem Beginn des neuen Forschungsprogramms „Just Peace Governance“ hat sich der Programmbereich III inhaltlich und personell neu konstituiert. Er erforscht Probleme und Ansätze zur Schaffung gerechter Friedensordnungen vor dem Hintergrund der Privatisierung der grenzüberschreitenden Politik. In den vergangenen Jahren sind die Grenzen zwischen öffentlich und privat zunehmend undeutlicher geworden und nichtstaatliche Akteure spielen auch im Raum jenseits des Staates eine immer größere politische Rolle. Dabei ist ungeklärt, ob und auf welche Weise die Vielzahl unterschiedlichster grenzüberschreitend agierender nichtstaatlicher Akteure den Frieden fördert oder gefährdet.  

 

Die Forschungsprojekte im Programmbereich III richten ihr Augenmerk auf diese transnationalen Akteure und ihre Beiträge zum Regieren in komplexen Governance-Strukturen: Zivilgesellschaftliche Gruppen und Organisationen, weltweit tätige Unternehmen sowie Netzwerke von Gewaltakteuren und kriminelle Vereinigungen.

 

Als „Gerechtigkeitsunternehmer“ sind sie in immer stärkerem Maße an Aushandlungsprozessen und Konflikten um die Verteilung von Ressourcen, den Schutz von Menschenrechten oder die Errichtung politischer Ordnung beteiligt. Ihre Rolle ist jedoch höchst ambivalent: Einerseits erweitern und stärken sie das normative Gefüge transnationaler Beziehungen und tragen zur Bewältigung grenzüberschreitender Probleme bei, andererseits sind sie selbst auf Grund ihrer divergierenden Gerechtigkeitsvorstellungen und Interessen eine Quelle für politische und normative Konflikte.  

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