HSFK Bild
Mitglied in der Leibniz Gemeinschaft
Programmbereiche
Politische, kulturelle und sozioökonomische Bestimmungsfaktoren von Gewalt in fragmentierten Gesellschaften (am Beispiel von Lateinamerika sowie Süd- und Südostasien) (abgeschlossen)

In einem beträchtlichen Teil der vielfach fragmentierten Gesellschaften Lateinamerikas und Süd- bzw. Südostasiens finden sich im 20. Jahrhundert Transformationsprozesse, durch die demokratische Teilhabe unterschiedlicher Grade und Formen eingeführt wurde. Trotz des demokratischen Versprechens zivilisierter, gewaltarmer Konfliktbearbeitung ging demokratische Teilhabe jedoch in vielen Fällen nicht mit Gewaltarmut einher.

In unserem Projekt streben wir an, die unterschiedlichen Niveaus von physischer Gewalt in sozial bzw. ethnokulturell fragmentierten Gesellschaften mit einem zumindest semidemokratischem Niveau durch Rückbindung auf Spezifika der jeweiligen politischen, kulturellen und soziostrukturellen Formierung zu erklären.

Kriterium der Fallauswahl ist einerseits eine besonders hohe (Kolumbien, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Sri Lanka, Philippinen, Indonesien). bzw. besonders niedrige Gewaltrate (Nicaragua, Costa Rica, Malaysia) und andererseits ein Mindestmaß an demokratischem Gehalt des jeweiligen politischen Regimes. Die gewaltarmen Fälle sind als Kontrastfälle gewählt, wobei sie in anderer Hinsicht vielerlei strukturelle Similiaritäten zu den gewaltintensiven Fällen in der jeweiligen Region aufweisen.

 

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Teilprojekt zu Lateinamerika wurde geleitet und durchgeführt von Prof. Dr. Heidrun Zinecker, die von November 2001 bis März 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin der HSFK war.

Aktuelle Publikationen

Mitglieder
Projektleitung:
Peter Kreuzer