Interessenkämpfe und AuswegpotentialIm aktuellen Standpunkt Nr. 1/2013 widmet sich Christoph Kohl der Situation in Guinea-Bissau nach dem Militärputsch im April 2012
Ein unblutiger aber folgenschwerer Militärputsch stürzte das ohnehin von Instabilität geprägte Guinea-Bissau im April 2012 erneut in eine Krise. Keine Regierung hatte in den letzten Jahren ihre volle Amtszeit erreicht und die aktuelle legitime Regierung sitzt im Exil in Portugal. Die Parteien stehen sich in einem verbitterten Machtkampf gegenüber. Hinzu kommen zahlreiche externe Akteure wie der umstrittene Freund Angola, die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, die Europäische Union oder die Gemeinschaft Portugiesischsprachiger Staaten (CPLP), die das Interessengeflecht noch komplexer gestalten und eine Lösung der verfahrenen politischen Situation erschweren.
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