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Programmbereiche
Herrschaft und gesellschaftlicher Frieden

Der Programmbereich IV untersucht die innergesellschaftliche Dimension des Friedens. Dabei wird zum einen das Verhältnis zwischen innerer Ordnung und Außenverhalten von Staaten sowie gesellschaftlich bedingte Verhaltensweisen von Konfliktparteien und ihre Interaktionen als mögliche Ursachen internationaler Konflikte analysiert. Zum anderen ist die sozioökonomisch und kulturell bestimmte innergesellschaftliche Gewalt Gegenstand der Forschung. Vorrangiges Ziel ist, Bedingungen für die friedliche Hegung von Konflikten durch innovative Transformations- und Lösungskonzepte herauszuarbeiten, in denen abnehmende Gewalt, zunehmende soziale Gerechtigkeit und politische Freiheit in den einzelnen Gesellschaften verbunden werden können.  

 

Im Rahmen des bisherigen Forschungsprogramms „Antinomien des demokratischen Friedens“ verfolgen die Mitarbeiter/innen des Programmbereichs vor allem zwei Forschungsstränge. Sie setzen sich mit der „Globalisierung des demokratischen Friedens“ auseinander. Das Erkenntnisinteresse richtet sich hier auf Bestimmungsfaktoren und Widersprüche der Demokratisierung von außen: Wie gehen die etablierten Demokratien Deutschland und USA mit Problemen bei der Umsetzung ihrer Demokratisierungsagenda, unbeabsichtigten Nebenwirkungen und Zielkonflikten um? Der zweite Forschungsstrang konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Demokratisierung und Gewalt im Inneren: In welcher Weise prägen spezifische gesellschaftliche Formationen und kulturelle Dispositionen informelle Gewaltordnungen? Und wie lässt sich ehemals virulente Gewalt in Bürgerkriegen durch Demokratisierung überwinden und damit die transformatorische Wirkung von Demokratisierungsprozessen auf das gesellschaftliche Gewaltpotenzial nutzen?  

 

Schließlich wird im Programmbereich die Synthese des Forschungsprogramms organisiert, für deren Erarbeitung themengebundene Arbeitsgruppen aus Mitgliedern aller Programmbereiche eingerichtet wurden.

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