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Ethnic differences in education and diverging prospects for urban youth in an enlarged Europe (EDUMIGROM) (abgeschlossen)

Das Kooperationsprojekt EDUMIGROM wurde von März 2008 bis Februar 2011 durch eine dreijährige Finanzierung im 7. Rahmenplan der EU ermöglicht und von der Central European University in Budapest koordiniert.

 

EDUMIGROM hat untersucht, inwieweit Bildungspolitik, -praxis und Schulerfahrung in verschiedenen Ländern Europas die Angehörigen ethnischer Minderheiten gegen Marginalisierung und soziale Exklusion wappnen, oder auch zur Reproduktion divergierender Zukunftschancen entlang der ethnischen Zugehörigkeit beitragen. Das Projekt wurde in neun west- und osteuropäischen Länder der EU durchgeführt: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Tschechien und Ungarn. Trotz großer Unterschiede in den volkswirtschaftlichen und Wohlfahrtsordnungen dieser Länder sind vergleichbar negative Ergebnisse für bestimmte Gruppen von Immigranten der 2. und 3. Generation in den westlichen Ländern und für Roma in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu beobachten. Angehörige dieser Gruppen erleben großteils neue und verschärfte Formen der Ausgrenzung, sozialen Exklusion und Einschränkungen bei der Inanspruchnahme ihrer (sozialen) Staatsbürgerschaft. Das Projekt hat die Rolle des Bildungswesens bei diesen Prozessen ausgeleuchtet. EDUMIGROM nahm Schulen in ihrer Eigenschaft als Agentur der Sozialisierung und Wissensvermittlung unter die Lupe und verfolgte ihren praktischen Einfluss auf die Identitätsbildung junger Leute. Mit einer Kombination aus Datenanalysen auf der gesellschaftlichen Makroebene, vergleichenden Umfragen an ausgewählten Untersuchungsorten und qualitativen Feldstudien wurden umfangreiche Erhebungen für den internationalen Vergleich durchgeführt. In Deutschland haben wir an 16 Schulen in Berlin, Köln und Leverkusen über 1.100 Jugendliche befragt. Die ergänzende qualitative Community Study konzentrierte sich auf zwei Berliner Bezirke. Neben dem Interesse daran, ob und wie die Schulsysteme ggf. dazu beitragen, Chancengerechtigkeit beim Zugang zum Arbeitsmarkt und der politischen Öffentlichkeit herzustellen oder zu verhindern, war es ein Anliegen des Forschungsvorhabens, empirisch gesättigte Empfehlungen für die Politik in diesem Bereich abzugeben.

 

Neben der HSFK waren folgende Institutionen an dem Forschungskonsortium beteiligt: Central European University, Budapest (Ungarn), Masaryk Universität, Brünn (Tschechien), Universität Kopenhagen (Dänemark), Université Victor Segalen Bordeaux 2  (Frankreich), Ungarische  Akademie  der Wissenschaften (Ungarn), Babes-Bolyai Universität, Cluj (Rumänien), Slowakische  Akademie der Wissenschaften (Slowakei), Universität Stockholm (Schweden), University of Leeds (Großbritannien). 

Das Projekt informiert mit einer eigenen Internetpräsenz über die Forschungskonzeption und –methodik sowie die einzelnen Partnerinstitutionen. Auch die Projektpublikationen, Newsletter und Policy Briefs stehen dort zum Download bereit: www.edumigrom.eu

 

 

Projekt-Mitarbeiter/innen der Deutschland-Studie:

 

Frauke Miera

Rainer Ohliger

Gaby Straßburger

Meryem Ucan

Aktuelle Publikationen

Mitglieder
Projektleitung:
Sabine Mannitz