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Die internationale Organisation des demokratischen Friedens

In der fachwissenschaftlichen Literatur stehen liberale Ansätze zum demokratischen Frieden und Arbeiten zu internationalen Institutionen unverbunden nebeneinander. Eine genauere Betrachtung dieser beiden Forschungszusammenhänge offenbart allerdings, dass sie komplementäre Schwächen und Stärken aufweisen, die eine Synthese theoretisch aussichtsreich und praktisch folgenreich machen. Ausgangspunkt der Untersuchung ist dabei der Befund, dass die liberalen Ansätze zum demokratischen Frieden analytische Defizite auf der Interaktionsebene offenbaren und die etablierte Forschung zu internationalen Institutionen analytische Potenziale auf der subsystemischen Ebene aufweist. Zusammengenommen legen beide Entdeckungen nahe, die Abwesenheit kriegerischer Gewalt zwischen Demokratien auf die besondere Zuverlässigkeit interdemokratischer Institutionen zurückzuführen, den Frieden zwischen ihren Mitgliedern zu wahren. Dabei gilt: Internationale Institutionen allein garantieren keinen Frieden. Es kommt auf die innere Verfasstheit ihrer Mitglieder an. Die richtige Verfasstheit der Mitglieder allein kann aber ebenfalls keinen Frieden garantieren. Es kommt auf ihre Organisation an. Und in diesem Zusammenhang gibt es Indizien dafür, dass Institutionen zwischen Demokratien hervorragend geeignet sind, bekannte Eskalationspfade in der internationalen Politik zu blockieren und den Ausbruch von Kriegen zu verhindern.

 

Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Andreas Hasenclever von der Eberhard Karls Universität Tübingen durchgeführt. Dr. Matthias Dembinski (HSFK) leitet das Projekt und führt die Fallstudie zur EU durch. Katja Freistein (2003-2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin der HSFK) bearbeitet die Fallstudie zur ASEAN.

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// Kernprojekt II/1

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