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Der Beitrag von extern induzierter Demokratisierung zur Friedenskonsolidierung in Nachkriegsgesellschaften

Das Projekt untersucht anhand von Fallanalysen und einem systematisch angelegten Vergleich der drei prominentesten europäischen Nachkriegsgesellschaften Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Nordirland, wie sich Demokratisierungsprozesse durch unterschiedliche Formen der Intervention und externen Präsenz entwickeln und ob es auf diese Weise gelingt, die zuvor gewaltsam ausgetragenen Konflikte friedlich zu transformieren.

Alle Friedensabkommen zur Beendigung von Bürgerkriegen seit 1989 beabsichtigen, durch Demokratisierung das Ziel eines nachhaltigen Friedens zu erreichen (Paris 2001). Die historische Erfahrung lehrt indes, dass Demokratisierung ihrerseits auch Gewaltpotentiale freisetzen kann (Snyder 2000). Deshalb stellt sich die Frage, inwieweit dies durch externe Eingriffe bzw. ein Engagement der „internationalen Staatengemeinschaft“ verhindert und damit umgekehrt die friedensstärkende Wirkung von Demokratien entfaltet werden kann. Dabei steht extern gesteuerte Demokratisierung in den von uns untersuchten Fällen vor besonderen Dilemmata, da sie nicht nur Selbstbestimmung durch Fremdbestimmung ersetzt, sondern auch den Gemeinwesen Demokratien verordnet, ohne zuvor deren Grenzen im Einvernehmen zu bestimmen.

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Mitarbeiter/innen:
Thorsten Gromes
Bernhard Moltmann
Bruno Schoch