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Das Projekt untersucht Bedingungen für gelingende Normgenese und Normumsetzung im Spannungsfeld zwischen Gerechtigkeits- und Souveränitätsansprüchen von Staaten. Das besondere Augenmerk gilt der Wirkung konvergierender und differenter Moral- und Gerechtigkeitsvorstellungen von Staaten im Hinblick auf die Entstehung und Implementierung globaler Regelungsansätze im Rahmen der Vereinten Nationen. Es wird untersucht, ob Unterschiede in Gerechtigkeitsüberzeugungen Anlass zu Konflikten geben oder ob kollektive Werte solche globalen Steuerungsformen ermöglichen. In welchem Ausmaß trifft etwa die Realisierung von Menschenrechten im Sicherheitssektor auf staatliche Widerstände, wenn sie auf eine Konditionierung von Souveränität abzielt und wo finden sich in den Normgenerierungsprozessen universale Übereinstimmungen? Während die Schutzverantwortung inzwischen als Norm auf VN-Ebene existiert, bleibt sie in ihrer Anwendung auf Konfliktfälle weiterhin umstritten. Im Projekt analysieren wir Debatten des VN-Sicherheitsrates und der VN-Generalversammlung mittels inhaltsanalytischer Verfahren und vergleichen vier Politikfelder:
Die Forschungsergebnisse des Projektes sollen sowohl einen theoriebildenden wie praxisorientierten Beitrag liefern. So zielt das Projekt auf die Entwicklung einer Theorie des empirischen Universalismus ab, in der die Reichweite und Grenzen von Gerechtigkeitsüberzeugungen im Hinblick auf die Konditionierung staatlicher Souveränität ergründet werden. Gleichzeitig will das Projekt praxisorientierte Strategien für Verhandlungen über umstrittene Normsetzung und -anwendung ermitteln. |
Mitglieder
Projektleitung:
Harald MüllerSimone Wisotzki Mitarbeiter/innen:
Gregor HofmannCarmen Wunderlich |
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